Zwischen Sonne, Mond, Sternen und den schönsten Opernstücken: Die „Cosmic Opera“ am Samstag hat ihre Premiere im Zeiss-Großplanetarium in Berlin. Dr. Monika Staesche von der Stiftung Planetarium Berlin erzählt im Interview mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch, was das Publikum erwartet und in welchem Punkt die Show die klassische Oper sogar übertrifft.

Stellen Sie sich vor, Sie fliegen durchs All – über den Mond hinweg, durch einen Sternennebel und zwischen Galaxien umher. Währenddessen hören Sie Opernstücke aus Mozarts „Zauberflöte“, Bizets „Carmen“ und Dvořáks „Rusalka“. Das „Lied an den Mond“ aus Letzterer harmoniert wunderbar mit der Reise durch das Universum. „Nessun dorma“ aus Puccinis „Turandot“ passt aber eher weniger ins All – wie lässt sich das miteinander verbinden?
„Also wir haben versucht, die Stücke entweder thematisch anzupassen, […] oder es passt dann eben von der Stimmung oder von den Melodien her“, so Dr. Monika Staesche von der Stiftung Planetarium Berlin.
Die Reise geht weiter – ins Innere der Sonne. Und dort wartet sogar eine Lasershow auf das Publikum. „Das geht besser, als man sich das vielleicht manchmal vorstellen mag. Also eine Lasershow muss nicht immer nur ‚knall-bumm-bäng‘ sein, sondern man kann auch mit Lasern malen.“
Die Musik läuft vom Band, man sitzt in Liegesitzen und taucht ein in die Bilder, die an der Sternenkuppel des Planetariums erscheinen. Ein großer Unterschied zur herkömmlichen Oper. Und trotzdem hat die „Cosmic Opera“ einen entscheidenden Vorteil: „In der Oper hat man ein bisschen mehr Zuschauer um sich rum, man hat das Geschehen auf der Bühne, was einen zwar schon gefangen nimmt, aber das lenkt einen – zumindest mich persönlich – manchmal so ein bisschen von der Musik ab. Hier kann man sich wirklich auf die Musik fokussieren, kann in den Sternenhimmel gucken oder eben ins All. Man kann auch vielleicht mal einen Augenblick die Augen schließen und sich ganz auf diese Melodien vertiefen. Das ist einfach eine wunderschöne Stimmung, die dabei entsteht.“

Die „Cosmic Opera“ ist im Rahmen der „Cosmic-Reihe“ entstanden, die verschiedene Musikgenres mit kosmischen Projektionen auf der Planetariumskuppel verbindet.
Im ersten Schritt wurde die Musikauswahl getroffen. Anschließend wurde in Koproduktion mit dem Hamburger Planetarium ein Ablaufkonzept für die Show ausgearbeitet. Dann ging es an die Umsetzung: die Musik wurde zusammengeschnitten, der Sternenprojektor programmiert und beides präzise aufeinander abgestimmt. „Also, Sie brauchen letztendlich ein Produktionsteam, wie bei einem Film auch, wobei es eben nur bedingt mit einem Film vergleichbar ist.“
Viel mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick ahnt. Und genau das macht die „Cosmic Opera“ zu einem Erlebnis, das Opernliebhaber und Sterngucker in Berlin ab Samstag regelmäßig in Staunen versetzen wird.
Wer dieses Gefühl mit nach Hause nehmen möchte, kann es ganz einfach verlängern: Auf unserem Streaming-Sender "Gute Laune Klassik" laufen die schönsten Werke von Mozart, Bizet, Dvořák, Puccini und vielen weiteren großen Komponisten – Musik zum Abschalten, Durchatmen und Wohlfühlen.
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